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| Oh Tränenvolle, die, verhaltner Himmel,
über der Landschaft ihres Schmerzes schwer wird. Und wenn sie weint, so weht ein weicher Schauer schräglichen Regens an des Herzens Sandschicht. |
| Oh Tränenschwere. Waage aller Tränen!
Die sich nicht Himmel fühlte, da sie klar war, und Himmel sein muß um der Wolken willen. |
| Wie wird es deutlich und wie nah, dein Schmerzland,
unter des strengen Himmels Einheiz. Wie ein in seinem Liegen langsam waches Antlitz, das waagrecht denkt, Welttiefe gegenüber. |
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| Nichts als ein Atemzug ist das Leere, und jenes
grüne Gefülltsein der schönen Bäume: ein Atemzug! Wir, die Angeatmeten noch, heute noch Angeatmeten, zählen diese, der Erde, langsame Atmung, deren Eile wir sind. |
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| Aber die Winter! Oh diese heimliche
Einkehr der Erde. Da um die Toten in dem reinen Rückfall der Säfte Kühnheit sich sammelt, künftiger Frühlinge Kühnheit. Wo das Erdenken geschieht unter der Starre; wo das von den großen Sommern abgetragene Grün wieder zum neuen Einfall wird und zum Spiegel des Vorgefühls; wo die Farbe der Blumen jenes Verweilen unserer Augen vergißt. |
| Ach nicht getrennt sein,
nicht durch so wenig Wandung ausgeschlossen vom Sterne Maß. Innres, was ists? Wenn nicht gesteigerter Himmel, durchworfen mit Vögeln und tief von Winden der Heimkehr. |
| Unaufhaltsam will ich die Bahn vollenden,
mich erschreckt es, wenn mich ein Sterbliches hält. Einmal hielt mich ein Schooß. Ihm sich entringen, war tödlich: ich rang mich ins Leben. Aber sind die Arme so tief, sind sie so fruchtbar, im ihnen durch die beginnliche Not neuer Geburt zu entgehen? |
| Jetzt wäre es Zeit, daß die Götter träten aus
bewohnten Dingen . . . Und daß sie jede Wand in meinem Haus umschlügen. Neue Seite. Nur der Wind, den solches Blatt im Wenden würfe, reichte hin, die Luft, wie eine scholle, umzuschaufeln: ein neues Atemfeld. Oh Götter, Götter! Ihr Oftgekommenen, Schläfer in den Dingen, die heiter aufstehen, die sich an den Brunnen, die wir vermuten, Hals und Antlitz waschen und die ihr Ausgeruhtsein leicht hinzutun zu dem, was voll scheint, unserm vollen Leben. Noch einmal sei es euer Morgen, Götter. Wir wiederholen. Ihr allein seid Ursprung. Die Welt steht auf mit euch, und Anfang glänzt an allen Bruchstelln unseres Mißlingens . . . |
| Rose, oh reiner Wiederspruch, Lust,
Niemandes Schlaf zu sein unter soviel Lidern. |